Deadline #23

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DIN A4 132 Seiten
Auflage: 20000 Exemplare
8.9.2010 600
ISBN 419-7-42600-600
deadline Magazin
Yazid Benfeghoul und Andreas Martin Peter GbR
SpieserstraĂźe 34
66386 St. Ingbert
yazid@deadline-magazin.de
http://www.deadline-magazin.de


Inhalt:
Buried – lebendig begraben ist ein technisch herausragender Film, weshalb die Auswahl als Titelstory wieder einmal äußerst passend ist; das Interview mit dem Regisseur Rodrigo Cortés hinterfragt einige Hintergründe der Entstehungsgeschichte. Die Fortsetzung des Interviews mit Dolph Lundgren aus der letzten Ausgabe beschäftigt sich mit dem ebenfalls vorgestellten The Expendables – die Fragen und Antworten sind recht interessant, wenn auch alles andere als erschöpfend. Besser ist das Interview mit Alexandra Aja zu Piranha 3D, der informativere Antworten von sich gibt. Die auf eine Seite passenden Review/Interview Kombination zu/mit Resident Evil 4/Paul W. S. Anderson merkt man an, wie wenig begeistert die Schreiber über den Film sind, ohne ihn gesehen zu haben – ein nicht so gutes Zeichen. Der letzte Exorzismus hat hingegen, zu Recht, Begeisterungsstürme, was auch klar an der ausführlichen Review und den ebenso langen Gesprächen mit Eli Roth (Produzent) und Daniel Stamm (Regisseur) bemerkt – diese Beiträge sind wieder äußerst lohnenswert. Noch länger ist sogar das Interview mit Christopher Smith, welcher ausführlich seine Gedanken zu dem vorgestellten Black Death wiedergibt. Breitwand – jetzt im Kino hat außerdem noch Reviews zu folgenden Filmen zu bieten: Lebanon, The American, Suicide Club, The Road, Scar 3D und 22 Bullets. Wortwechsler mit Johnnie To ist angenehm informativ und umfangreich – es gibt hier sogar wieder eine längere Version online. TexThilo beschäftigt sich mit dem Thema Computerwelt gegen Actionheld: wie Digitaleffekte ein Genre ramponieren – Thilo Gosejohann liefert hier wieder einmal interessante Gedanken zu einem seiner Retro Themen. Die Fantasy Film Festival-Rückschau stellt fast 20 Filme des vergangenen Events vor und bietet so einen guten Überblick über alles, was man verpasst hat. Schmitttext wird mit der Schreibweise von Widerlich jenseits jedes Glaubens mit einer unmenschlichen Begierde oder God save the queen of blood sicherlich den einen oder anderen Lesern vor den Kopf stoßen, doch die postum Huldigung von Dennis Hopper zeugt von wahrer Verehrung des Schauspielers. Die Spieltriebe treiben wieder einmal interessante Auswüchse, wobei der Schwerpunkt der Spiele Reviews ganz klar auf Shootern liegt. Das Special zur Gamescom 2010 erscheint im Filmmagazin, welches die Deadline prinzipiell ist, ein wenig wie ein Exot, doch der große Spieleausblick liest sich auf jeden Fall interessant. Hennes Benders Hörstürz – Hörspiel-Kolumne befasst sich diesmal nur mit fünf Produktionen, doch dafür beschreibt der Comedian diese sehr ausführlich. Im Abseits – die Kolumne von Dr. Marcus Stiglegger setzt auch auf Klasse statt Masse, denn die beiden vorgestellten etwas anderen Perlen werden bei Form und Inhalt gut abgehandelt. Fast ein Viertel des Heftes macht dann wieder Heimservice – neu auf DVD aus, der neben über 100 mehr oder minder langen Reviews, inklusive Bericht zu Geschichten aus der Gruft, auch noch Interviews mit Kevin Chu (The treasure hunter), Andreas Schaap (Must love death), Fabian Hinrichs (66/67: Fairplay war gestern) und Tom Zickler (Planet B-Filme) beinhaltet. Televisionen bieten ebenfalls einen schönen Querschnitt und liefern so für jeden etwas Passendes. Mit nur vier Reviews ist demgegenüber das Animescop mager und wenig aussagekräftig für den Markt ausgefallen. Da bieten sogar die Zeichentrix – Comics am Rand deutlich mehr thematische Abwechslung, auch wenn das schon mal deutlich mehr war. Gar nicht lustig: harte Männer neu im Kino – so meint Herr Buttgereit, der wieder einmal ein denkenswertes Schlusswort abliefert.

Meinung:
Ein rundes Ganzes ist die Deadline, was sie nicht zuletzt sogar zu einer Zeitschrift macht, die auf bekannten Filmseiten im Internet zitiert wird. Jeder interessierte Leser wird etwas für sich finden, selbst wenn er nicht im Genre zuhause ist. Für den Genrefreund ist sie derweil zu einer Pflichtlektüre geworden, die allerdings aufgrund der Masse an Informationen auch ihr nicht grad kleines Zeitfenster zum Durchlesen benötigt. Die Bewertungsart und auch Schreibstil sind immer noch breit gefächert, doch das spricht für angenehme Individualität und auch an dieser Stelle muss sich der Leser ein wenig Zeit nehmen um das Geschriebene nicht nur zu lesen sondern auch zu verarbeiten. Es bleibt zu hoffen, dass sich in dieser immer schnelllebigeren Zeit auch in Zukunft diese Qualität mit Anspruch am Markt halten kann.

Ausstattung:
Wieder auf den alten Stand der Seitenzahlen zurückgekehrt gibt es wieder auf einigen Seiten sehr kleine Schriftgrößen zu beklagen – hier sei wieder einmal festgehalten: weniger ist manchmal mehr.

Fazit:
Die Standardlektüre für den Genre und Filmfreund lässt kleine Macken verschmerzen !!!

© Heiko Henning
25.6.2012


Infos beim Vertrieb/Verlag:
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Letzte Aktualisierung: 18.06.2017, 17:55 Uhr
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