Deadline #21

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DIN A4 132 Seiten
Auflage: 20000 Exemplare
12.5.2010 600
ISBN 419-7-42600-600
deadline Magazin
Yazid Benfeghoul und Andreas Martin Peter GbR
SpieserstraĂźe 34
66386 St. Ingbert
yazid@deadline-magazin.de
http://www.deadline-magazin.de


Inhalt:
Die Titelstory zu The Crazies beschert der Ausgabe ein, gemessen am Film, eher harmloses Cover – entweder aufgrund von Subtilität oder Vorsicht gegenüber der momentan wütenden Zensur von der Redaktion gewählt. Im Gespräch mit The Crazies-Regisseur Breck Eisner kommt es dann zur Quintessenz, das Eisner mit seinem Remake „einen Klassiker verbessern“ wollte. Die Kino Rubrik Breitwand stellt diesmal vor: Schock Labyrinth 3D, Die Beschissenheit der Dinge, A Nightmare on Elmstreet, Prince of Persia: Der Sand der Zeit (Preview), Iron Man 2, Repo Men, Splice und David wants to fly. Außer der Reihe gibt es dazu noch ein Interview mit Produzent Boaz Davidson über The Expandables, wobei es leider eher nur am Rande um den neuen Action Kracher geht. Randnotizen zur 60. Berlinale bieten einen informativen Kurzüberblick, einige ausführliche Reviews, sowie ein Interview mit Peter Kern zu seinem Film Blutsfreundschaft. Im Abseits – die Kolumne von Dr. Marcus Stiglegger – hat diesmal in seiner Rubrik zu beachtenswerten Veröffentlichungen des Auslands auch etwas für eher auf den hiesigen Mark fixierte Leser zu bieten. 10 Jahre Nippon Connection ist der Deadline leider nur zwei Seiten wert, auf denen nach einer knappen Einleitung in sehr kurzen Texten einige der gelaufenen Filme vorgestellt werden. Ob das Konterfei von George A. Romero absichtlich verkehrt herum ins Heft gesetzt wurde, ist nicht klar ersichtlich, klar wird hingegen die Meinung, die der Regieveteran gegenüber dem Remake seines Films The Crazies hat. Geballer in schönster Form macht seinem Namen wieder mal alle Ehre und stellt einige Shooter für Konsolen und PC vor. Nachschlag – Literatur vom Fach bekommt zwar deutlich mehr Platz eingeräumt, doch leider wird der meiste für einen Artikel verwendet, der eher dazu gedacht ist, das neue Buch des Mitarbeiters Marcus Stiglegger zu bewerben. Fantasporto 2010 – 30th festival international des cinema do porto fasst Yazid Benfeghoul persönlich in Form eines Tagebuches zusammen, was zwar nicht sehr erschöpfend, aber doch sehr unterhaltsam ausfällt. Die Hörspiel-Kolumne von Hennes Bender ist diesmal leider keine wirkliche Offenbarung, da wenig Herausragendes vorgestellt wird. Anlässlich der Veröffentlichung des Director’s Cut von Cabin Fever gibt es ein knackiges und sehr interessantes Interview mit dem Regisseur Eli Roth. Underdogs – Independentfilme und andere Auswüchse räumt ein paar mehr oder minder guten Homemade Produktionen Platz im Lichte der Öffentlichkeit ein. Sehr interessante Denkanstöße bietet TexThilo: „Remake-Wahn in der Filmindustrie“ ist sicherlich eine Crux, doch Thilo Gosejohann relativiert das Problem sehr anschaulich. Neben über einhundert Reviews zu DVDs und Blu-Rays ist der Heimservice wieder mit etlichen informativen Interviews gefüllt: John Hyams (zu Universal Soldier: Regneration), Ivan Engler (zu Cargo), Rhett Reese & Paul Wernick (zu Zombieland), Ralf Huettner (zu Babylon) und Kevin Greutert (zu SAW VI). Mit dabei sind auch wieder ein Label Portrait (EPIX Twilight-Edition) und die in letzter Zeit veröffentlichten Klassiker. Televisionen bieten zwar diesmal weniger Reviews, aber nichtsdestotrotz werden interessante Serien vorgestellt. Auf ZeichentriX trifft das Gleiche zu – nicht so viele vorgestellte Comics, aber einige davon stellen auf jeden Fall Pflichtkäufe dar. Die Kolumne von Jörg Buttgereit befasst sich diesmal lediglich mit drei Filmen – die Gedanken dazu sind jedoch sehr aufschlussreich.

Meinung:
Die Aufteilung der Rubriken hat sich etwas verbessert und so wirken die kleineren Artikel und Berichte nicht mehr wie dazwischen gequetschte Behelfe. Insgesamt wirkt die Auswahl und Platzierung der Inhalte lockerer und harmonischer als im letzten Heft. Es gibt auch einige Überraschungen zu vermelden, die in dieser Form in anderen Magazinen sicherlich nicht zu finden sind. So zeugt es schon von Mut, über das Remake von The Crazies zu berichten, ein Interview mit dem Regisseur Breck Eisner zu führen und im gleichen Heft ein Interview mit George A. Romero abzudrucken, in welchem er sich nicht wirklich begeistert über dieses Remake äußert. Nicht ganz so berauschend ist hingegen die Stiglegger Buch Vermarktung, die sicherlich für sich gesehen legitim ist. Doch irgendwie stößt diese als Artikel umgesetzte Werbung schon ein wenig sauer auf.

Ausstattung:
Im Layout finden sich diesmal einige „Fehler“, bei denen nicht klar erkenntlich ist, ob es sich um solche oder um Stilelemente handelt. Dadurch wird offensichtlich versucht, die Möglichkeiten, die sich noch in der Gestaltung bieten, auszuloten. Dabei kommen, vor allem bei der Verwendung von Bildern, sehr gute Ansätze zum Vorschein, doch mangels notweniger Stringenz wirken die Seiten teilweise eher unfertig.

Fazit:
Sehr lohnenswerter Inhalt mit ein paar Unstimmigkeiten – vor allem in der optischen Umsetzung !!!

© Heiko Henning
23.12.2010


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Letzte Aktualisierung: 23.04.2017, 13:14 Uhr
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