Deadline #17

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DIN A4 132 Seiten
Auflage: 20000 Exemplare
9.9.2009 600
ISBN 419-7-42600-600
deadline Magazin
Yazid Benfeghoul und Andreas Martin Peter GbR
SpieserstraĂźe 34
66386 St. Ingbert
yazid@deadline-magazin.de
http://www.deadline-magazin.de


Inhalt:
Orphan – das Waisenkind, Ashes of time redux, Pandorum (Preview), Interview mit Christian Alvart zu Pandorum und Fall 39, Fall 39, Carriers, Das weisse Band, Die Entführung der U-Bahn Pelham 123, Durst aka Thirst, Interview mit Park Chan-wook zu Durst und District 9 – das bietet diesmal Breitwand, jetzt im Kino in gebündelter Form. Fantasy Film Festival-Rückschau liefert noch neun Filme nach, wobei es sich bis auf eine Ausnahme eher um Abraten handelt, doch auch das ist ja sehr hilfreich für den Leser. Gamescom 2009 wirkt zwar immer noch ein wenig wie ein Fremdkörper im Filmmagazin, aber die Autoren leisten wirklich gute Arbeit und bringen einen interessanten Überblick zu den Games Erscheinungen der nächsten Zeit. Im Abseits stellt wieder einmal interessante Perlen des internationalen Films vor, die sicher für den einen oder anderen Leser essentiell sein dürften. Hennes Bender hat für seine Hörsturz Kolumne nette Hörspiele herausgesucht, wenn auch diesmal eher nur durchschnittlicher Qualität. In dem NIFFF 2009 Report werden innerhalb von drei Seiten die wichtigsten Filme des Schweizer Festivals kurz angerissen – eher eine Auflistung als wirklich hilfreiche Review Ansätze. „Amoklauf gegen die Filmförderung“ betreibt Uwe Boll auf jeden Fall, wie es auch im Interview mit ihm anklingt, doch man fragt sich, gegen was der gute Mann nicht Amok läuft. „Hoch lebe der aufrechte Gang!“ meint Martin Schmitt auf seine unnachahmliche Weise – die humorvolle Auseinandersetzung mit dem Genre der Affen, prähistorischen Menschen und dem Yeti fördert einige interessante alte Filme zutage. Im Gespräch mit Wotan Wilke Möhring finden sich einige essentielle Infos zu dem deutschen Charakterschauspieler – dass es keinen Bezug zu einer entsprechenden Review gibt, ist an dieser Stelle komplett egal. Erfrischend ist auch wieder TexThilo, wo ein Mann seine sensible Seite nicht nur entdeckt, sondern auch noch kultiviert und an die männliche Leserschaft heranträgt – Thilo Gosejohann beweist „Ein Herz für den romantischen Film“ und trifft voll ins Schwarze damit. Spieltriebe – Geballer in schönster Form kann dagegen diesmal lediglich sechs Spiele der eher brutaleren Art entgegensetzen, also klarer Sieg für die Softie Fraktion. Richtig hingelangt wird aber natürlich wieder beim Heimservice und dessen über 100 Reviews, gespickt mit einigen Interviews: Chris Moore (zu Kill Theory), Dennis Law (zu Fatal Move), Thilo Gosejohann/Jörg Buttgereit (zu Captain Berlin versus Hitler), Claude-Oliver Rudolph (zu Chaostage) und Steven Goldmann (zu Trailer park of terror). Mit vier Seiten nicht wirklich reichhaltig ist das Animeskop – nur minimaler Überblick über das Marktgeschehen. Gleiche Seitenzahl, aber mehr Überblick derweil in den Televisionen, die wieder einmal nette Erscheinungen vorstellen. ZeichentriX – Comics am Rand geht es leider auch nicht besser als den Animes – netter Appetizer aber leider nicht mehr. Die Asia Filmfest 2009 Preview fasst schnell die wichtigsten Eckdaten zu den Filmen zusammen, was zumindest einen guten Überblick bietet. Als Abschluss am Abschluss gibt es dann noch „Filme, die man eigentlich gut finden will, und Sexmonster umsonst“ – Jörg Buttgereit spannt gut den Bogen zwischen Hoffnungsträgern und eigenen Projekten.

Meinung:
Wieder ist die Vielfalt enorm hoch, was aber ein wenig auf Kosten der Durchgängigkeit geht, da vieles angerissen, aber nicht näher ergründet wird. Es sind etliche Interviews enthalten, aber nur wenige sind länger als eine Seite, wodurch Potential in der Tiefe verschenkt wird. Ähnliches gilt für einige Rubriken, die neben den großen (allen voran Heimservice, der gefühlt die Hälfte des Heftes ausmacht) wie eine Randnotiz wirken. Berichte wie der von der Gamescom sind sehr interessant und bringen Abwechslung ins Heft – aber nehmen natürlich auch den alteingesessenen Rubriken Platz weg. Man merkt deutlich wie stark die Gradwanderung ist: mehr Abwechslung und weniger Quantität oder doch der Schritt zu einer höheren Seitenzahl.

Ausstattung:
Grafisch gibt es wenig Neues, denn solche gestalterischen Elemente wie direkt aneinander gelegte Bilder ohne Rahmen sind auf jeden Fall nicht nur Geschmackssache.

Fazit:
Immer noch DAS Informationsmedium im Printbereich !!!

© Heiko Henning
7.7.2010


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Letzte Aktualisierung: 10.12.2017, 02:24 Uhr
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