Deadline #16

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DIN A4 132 Seiten
Auflage: 20000 Exemplare
8.7.2009 600
ISBN 419-7-42600-600
deadline Magazin
Yazid Benfeghoul und Andreas Martin Peter GbR
SpieserstraĂźe 34
66386 St. Ingbert
yazid@deadline-magazin.de
http://www.deadline-magazin.de


Inhalt:
Die Titelstory zu Battlestar Galactica ist sicherlich den beiden Interviews mit Edward James Olmos und Jamie Bamber geschuldet, doch es ist nett, auch mal eine Serienreview auf den ersten Seiten zu sehen und das Gesamtprodukt hat es verdient gewürdigt zu werden. Aber auch Breitwand – jetzt im Kino ist gut vertreten: Zack and Miri make a porno, The Horsemen, Fanboys, Killshot, G.I. Joe – Geheimakte Cobra Preview Inglourious Basterds, The good, the bad, the weird, Tropa de elite, aber auch ein skurriler Brüno ist neben anspruchsvolleren Filmen wie Love exposure oder Tödliches Kommando enthalten. Frischfleisch – Neuigkeiten und Gerüchte bietet diesmal reichlich Infos zu Festivals und anderen News aus dem Bereich des Films. Cannes Filmfestival ist immer eine Reise wert, wie der 14seitige Bericht zeigt – reichlich Stoff, der demnächst in die Kinolandschaft schwappen wird. Anlässlich seines neuen Films Embodyment of Evil gibt es ein Coffin Joe Special, in welchem Olaf Brinkmann neben der Review zum Film einen sehr interessanten Artikel zum Regisseur José Mojica Marins und seinem bemerkenswerten, weil völlig andersartigen, Bösewicht. Im Abseits befinden sich nicht selten Perlen des Films – Dr. Marcus Stiglegger zieht wieder einige ans Tageslicht, wobei es selbstverständlich Geschmackssache ist, ob das Vorgestellte sehenswert erscheint. Hennes Bender stellt diesmal im Hörsturz nicht nur Hörspiele, sondern auch Die Hörspiel vor, auf welcher er prominenter Gast war, und fasst in kurzen treffenden Worten die Geschehnisse der etwas anderen Messe zusammen. Die Fantasy Filmfest Preview bietet zwar nur zu neun Filmen eine Review, doch es sind zudem zumindest genauso viele Verweise auf bereits erschienene Rezensionen in anderen Ausgaben enthalten. „Junge, komm nie wieder!“ meint Thilo Gosejohann in seiner Rubrik TexThilo und er hat auch recht damit, denn auch beim Heimkino war damals mitnichten früher alles besser (eher im Gegenteil, denn heute wird nur auf höherem Niveau geheult). Spieltriebe – Geballer in schönster Form bietet in diesem Heft tatsächlich bis auf wenige Ausnahmen hauptsächlich Besprechungen von Shootern – für genug Abwechslung ist jedoch aufgrund der größeren Auswahl an Themen und Plattformen auf jeden Fall gegeben. „Weil ich ein Mädchen bin“ kann eigentlich aufgrund des Titels schon nur durch Dr. Martin Schmitt in der Deadline gelandet sein – und richtig, denn es wird auf sehr humorvolle Weise an das Thema der äußerst gewalttätigen Frauen in Explotationsfilmen thematisiert. Heimservice: ein Feuerwerk der Heimkino Vorstellungen, gespickt mit Interviews zu Long Weekend (Jamie Blanks wird sehr ausführlich zu Wort gebeten), Watchmen (Zack und Deborah Snyder, eher kurz angebunden), Im Fadenkreuz 3: Einsatz in Columbien (Ken „Mr. Kennedy“ Anderson), Dark Floors (Lordi – ja DIE Eurovision Song Contest Gewinner 2006!) und Knowing (Alex Proyas – leider viel zu kurzes Interview!). Animeskop funktioniert mal wieder aufgrund der Kürze nicht als eigenständige Rubrik, sondern nur als Anhängsel zum Heimservice, doch es gibt einige gute Tipps für den Asia Zeichentrick Fan. Televisionen kommt größer daher, was allerdings auch an dem netten Interview mit Christopher Judge (Jaffa Teal´c in Stargate SG-1) liegt. Ein alleinstehendes Anhängsel (!) ist auch wieder ZeichentriX – Comics am Rand, doch qualitativ stimmt hier alles. Herr Buttgereit empfiehlt – die Kolumne von Jörg Buttgereit hält nicht nur Gedanken zu einigen Erscheinungen der letzten Zeit bereit, sondern bietet zudem noch Hinweise auf Projekte des Filmemachers selbst.

Meinung:
Abwechslung scheinen sich die Macher auf die Fahnen geschrieben zu haben – waren es die letzten male eher unabhängige Filme, die auf dem Cover verewigt wurden, so ist es diesmal eine TV Serie. Die Mischung der Themen ist wieder gut, wenn auch partiell nicht ganz ausgewogen. Aber es wird vor nichts zurückgeschreckt, und wenn die Gewinner des Eurovision Song Contest 2006 einen Horrorfilm machen, dann wird nicht nur darüber berichtet, sondern auch ein nettes Interview geführt! Auf der anderen Seite wird unbekannten Werken durch Reviews und Artikel die Möglichkeit gegeben, auch hierzulande eine größere Bekanntheit zu erlangen. Der vielzitierte Blick über den Tellerrand wird dabei nicht nur geographisch, sondern auch thematisch ausgeführt.

Ausstattung:
Da nach dem Gewinn des Saarländischen Staatspreis für Design 2007 und der Nominierung für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2009 auch noch die Nominierung für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2010 ansteht, scheint das Layout in seinem unrunden Zustand festgemeißelt zu sein – ohne Möglichkeit zur Entwicklung.

Fazit:
Die PflichtlektĂĽre fĂĽr den offenen Filmfan !!!

© Heiko Henning
22.6.2010


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Letzte Aktualisierung: 15.04.2017, 12:53 Uhr
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