The Horror Anthology Vol. 2
Spectre

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Originaltitel: PelĂ­culas para no dormir: Regreso a Moira Alternativtitel: Films to Keep You Awake: Spectre
Darsteller: Juan José Ballesta (Tomås -jung), Natalia Millån (Moira), Jordi Dauder (Tomås), Victoria Mora (Carmen), David Arnaiz (Carlso -jung), Adriån Marín (Vicente jung), José Ángel Egido (Carlos), Miguel Rellån (Vicente), Mayte Cedeño (Gespenst), Joserra Cadiñanos (Don Anselmo), Walter Prieto (Ramón), Elisa Medina (Frau 1), Helena Castañeda (Frau 2), Elsa Bodem (Greta), Juan Aballe (Voz Marc -Stimme), Alejandro Amenåbar (Mann der Statue anschaut -uncredited)
Produktionsfirma: Filmax International
Produktion: Álvaro Augustín, Julio Fernåndez
Regie: Mateo Gil
Drehbuch: Mateo Gil, Igor Legarreta
Kamera: Yosu Inchaustegui
Musik: Lucio Godoy, ZacarĂ­as MartĂ­nez De La Riva, ZacarĂ­as M. de la Riva
Schnitt: Carlos AgullĂł, Mateo Gil
Visual Effects: Ivan Busquets, Quico Noizeux
Verleih: e-m-s
ErstauffĂŒhrung: 2006 e-m-s 26.10.2006 Spanien 2006
80:09 Minuten (+ Zusatzmaterial: The Horror Anthology Trailershow: The BabyÂŽs Room 1:52, Spectre 1:50, Blame 1:54, A Real Friend 1:54, Xmas Tale 1:45, To Let 1:58), 14 Kapitel
Widescreen 1,78:1 anamorph
Deutsch Dolby Digital 5.1, Spanisch Dolby Digital 5.1, Deutsch DTS; Untertitel: deutsch
LĂ€ndercode: 2 DVD-9 (6,64 GB) FSK: 16


Inhalt:
Bereits auf dem Weg zurĂŒck in sein Geburtsdorf plagen den mittlerweile durch Alter ergrauten TomĂĄs die Erinnerungen an seine Jugend – ausgelöst wird alles durch eine Tarotkarte die er als Jugendlicher das erste mal bekam. Seinerzeit schnĂŒffelte er mit zwei Freunden hinter einer allein wohnenden Moira hinterher, die im erzkatholischen Dorf als Hexe und mit dem Teufel im Bunde verschrien war. Als TomĂĄs dann auch noch vor ihrem Haus stĂŒrzt, nimmt sie sich seiner an – nicht ohne sofort von den aufgebrachten Dorffrauen bedroht zu werden. Davon lĂ€sst sich der Junge jedoch nicht irritieren und findet sich schnell wieder bei der deutlich Ă€lteren Moira ein und beginnt eine AffĂ€re mit ihr. Doch recht schnell kommt er drauf, dass er nicht der einzige ist, mit dem die Frau ihr Bett teilt, und so kommt es wie es kommen muss – der Ärger im Dorf ist vorprogrammiert


Meinung:
Nach dem ansprechenden und auch ĂŒberzeugenden ersten Vertreter der The Horror Anthology Reihe, Baby’s Room, ist Spectre ein eher nur ruhiger Vertreter des Genres. Beschaulich wird die Geschichte einer tragischen Beziehung sowie eines typischen „alten“ Dorfes erzĂ€hlt, in welchem lauter aberglĂ€ubische Menschen leben. Lediglich zwischendurch gibt es ein paar gut positionierte Schockmomente und eine nette Pointe, die dafĂŒr sorgen, dass der Horrorfreund nicht sanft einschlummert. Auf Special Effects oder gar Einsatz von Blut wird komplett verzichtet, was prinzipiell nicht schlecht ist, aber in diesem Fall noch zusĂ€tzlich fĂŒr mangelnde Abwechslung sorgt. Die Geschichte wird mit Wechseln zwischen Vergangenheit und Gegenwart gut verschachtelt, was allerdings auch notwendig ist, da bei linearer ErzĂ€hlweise keinerlei Spannung aufkommen wĂŒrde. Somit ist das Gesehene definitiv fĂŒr den Freund der ruhigen und leicht schaurigen Vertreter des Genres, die vor allem Wert auf GĂ€nsehaut legen. Die ĂŒbernatĂŒrlichen Elemente, so denn vorhanden, finden auch eher im Kopf des Zuschauers statt, was der MTV Fraktion schon mal rein gar nichts bringen dĂŒrfte. Inhaltlich gibt es einige nette AnsĂ€tze wie die Tatsache, dass das eigentliche Böse im Fanatismus der Menschen zu suchen ist, was auch in sehr schönen Bildern – die vermeintliche Hexe, in weiß gekleidet, wird von den „glĂ€ubigen“ Frauen, in schwarz gekleidet, verfolgt – illustriert wird. An diesem Punkt ist es auch der weiblichen Hauptdarstellerin Natalia MillĂĄn zu verdanken, dass die Figur der geheimnisvollen Frau deutlich an Tiefe gewinnt. Das ist leider nicht unbedingt Mateo Gil zu verdanken, der sich anscheinend nicht wirklich gut auf das Fach des Regisseurs versteht – hierfĂŒr fehlt einfach die VitalitĂ€t in den Bildern. Das ist umso bedauerlicher als dass man eigentlich besseres von ihm gewohnt ist – nur eben als Drehbuchautor. Als solcher hat er sich bereits mit dem ersten Werk Tesis einen guten Namen gemacht, den er spĂ€ter mit Virtual Nightmare – Open Your Eyes, der von Hollywood als Vanilla Sky mit Tom Cruise umgesetzt wurde, noch weiter ausbauen konnte. Doch als Hansdampf in allen Gassen bei Regie, Drehbuch und Schnitt schafft er es leider nicht einen Film abzuliefern der ĂŒber dem ĂŒblichen Durchschnitt liegt.

Ausstattung:
Ähnlich durchschnittlich geht es auch bei der BildqualitĂ€t aus, da die jeweiligen Werte nicht im optimalen Bereich liegen. Sowohl Kontrast als auch SchĂ€rfe könnten besser aussehen, vor allem die SchĂ€rfe hat mit einem stĂ€ndig vorherrschenden Rauschen zu kĂ€mpfen. Analoge Defekte gibt es nicht, was aber auch bei einem Film dieses Alters grobe FahrlĂ€ssigkeit bedeutet hĂ€tte.
Auch um den Surround Klang ist es Ă€hnlich bestimmt, da es kaum gut hörbare direktionale Effekte in der Handlung gibt. Die DTS Spur hebt sich durch sehr gute rundum Verwertung des Scores ab – ansonsten geben sich diese und die anderen beiden 5.1 Spuren nicht wirklich etwas. Auch hier gibt es keine Knackser oder Ă€hnliches, was aber nicht verwunderlich ist – wer möchte kann auch wieder auf die originale Tonspur ausweichen, da fĂŒr Untertitel gesorgt ist.
Das Zusatzmaterial dĂŒrfte wieder der Hauptkritikpunkt sein – bis auf Trailer zu allen sechs Teilen der Serie ist nichts enthalten. DafĂŒr wurde die Gestaltung wirklich auf eine Filmserie angelegt und nicht bei jedem Teil nach Lust und Laune verĂ€ndert. Es zeigt sich außerdem, dass die ganze Serie eingekauft wurde, und nicht angesichts des Markgeschmacks zerstĂŒckelt wurde – der Verzicht auf solcherlei „Anpassung fĂŒr Markt“ sollte auch mal Beachtung finden.

Fazit:
Weniger etwas fĂŒr den Horrorfreund, als vielmehr fĂŒr den Liebhaber der tragischen (Liebes-) Geschichten mit ein paar Schockmomenten !!!

© Heiko Henning
16.1.2007


Infos beim Vertrieb/Verlag:
http://www.e-m-s.de/dvd.php?name=116043 (externer Link!)

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Letzte Aktualisierung: 23.05.2017, 18:06 Uhr
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