The Horror Anthology Vol. 1
The Baby’s Room

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Originaltitel: Pel√≠culas para no dormir: La habitaci√≥n del ni√Īo Alternativtitel: Films to Keep You Awake: The Baby's Room
Darsteller: Javier Guti√©rrez (Juan), Leonor Watling (Sonia), Sancho Gracia (Domingo), Mar√≠a Asquerino (Greisin 1), Antonio Dechent (Fern√°ndez), Terele P√°vez (Frau von Domingo), Ram√≥n Barea (Marcos), Eulalia Ram√≥n (Teresa), Asunci√≥n Balaguer (Greisin 2), Manuel Tallaf√© (Garc√≠a), Ces√°reo Est√©banez (Mart√≠), Gracia Olayo (Enfermera), Enrique Mart√≠nez (Eslavo), Pen√©lope Velasco (Dependienta), Antonio de la Torre (Operario), Carolo Ruiz (Rezeptionist), Juanma Pagazaurtandua (Kerl),, Isidro Montalvo (Verk√§ufer), Adolfo Lasarte (K√§ufer), Carmina Rodr√≠guez (Compradora), Elena Jim√©nez (Mar√≠a), C√©sar De Juan (Pablo), Christopher Torres (Eduardo), Eduardo Uceda (Kind 3), Isidro Grimaidos (Sohn von Juan), Vanesa Esp√≠n (Frau), M√°rgara Fern√°ndez (Mutter), Rodolfo Sancho (Pater), Marta Bodalo (M. Carmen), Jes√ļs Pardo (Mann 2), Carmen Ruiz (Double von Sonia), Alfonso Morl√≥n (Kind 1), Francisco Mu√Īoz (Kind 2)
Produktionsfirma: Filmax International
Produktion: √Ālvaro Agust√≠n, Julio Fern√°ndez
Regie: √Ālex de la Iglesia
Drehbuch: √Ālex de la Iglesia, Jorge Guerricaechevarr√≠a
Kamera: José Luis Moreno
Musik: Roque Ba√Īos
Schnitt: Alejandro L√°zaro, David Pinillos
Spezialeffekte: Juan Ramón Molina
Verleih: e-m-s
Erstauff√ľhrung: 2006 e-m-s 26.10.2006 Spanien 2006
76:31 Minuten (+ Zusatzmaterial: The Horror Anthology Trailershow: The Baby¬īs Room 1:51, Spectre 1:50, Blame 1:54, A Real Friend 1:54, Xmas Tale 1:45, To Let 1:58), 16 Kapitel
Widescreen 1,78:1 anamorph
Deutsch Dolby Digital 5.1, Spanisch Dolby Digital 5.1, Deutsch DTS; Untertitel: deutsch Schrift√ľbersetzungen, deutsch
Ländercode: 2 DVD-9 (6,4 GB) FSK: 16


Inhalt:
Beim Versteckspielen findet ein kleiner Junge in einem verlassenen Haus ein Radio welches seltsame Ger√§usche von sich gibt. W√§hrend er diese h√∂rt st√∂√üt er auf ein mysteri√∂ses schwarzes Loch im Boden, aus dem ihm ein Gesicht wie seines entgegensieht ‚Äď kurz bevor er hineingezogen wird. Erst gegen Abend des Tages trifft das beim Spiel suchende M√§dchen auf den Jungen, doch er scheint nicht mehr der gleiche zu sein und zieht wortlos von dannen, nicht jedoch ohne das Radio liegen zu lassen. Fast ein Menschenleben sp√§ter sitzt sie als alte Frau mit dem Radio in der N√§he des Hauses, in welches nun ein junges Paar mit Kind einzieht. Nachdem das Babyfon des Paares nicht nur die Ger√§usche des Kindes sondern auch fremde Stimmen ‚Äď die im Zimmer des kleinen nicht zu h√∂ren sind ‚Äď transportiert, wird tags drauf gleich ein neues gekauft. Das supermoderne Videobabyfon zeigt jedoch nicht nur das Kind mit technisch bedingten roten Augen, sondern auch einen Mann, der am Kinderbett auf bedrohliche Weise Platz nimmt‚Ķ

Meinung:
Dies ist der erste Vertreter der spanischen Serie, die hierzulande unter dem Namen ‚ÄěThe Horror Anthology‚Äú vermarktet wird ‚Äď und die Regie hat kein geringerer als √Ālex de la Iglesia gef√ľhrt. Als Pendant zur amerikanischen ‚ÄěMasters of Horror‚Äú Filmreihe wird auch hier zwischen Kino und TV Niveau gearbeitet, wobei das spanische Budget ganz klar Richtung Fernsehen tendiert. Dass auch damit unterhaltsame Resultate erzielt werden k√∂nnen, beweist gleich der erste Film, wenn auch die Handschrift von Iglesia nur vereinzelt zu erkennen ist, und der √ľbliche schr√§ge Humor nicht zum Tragen kommt. Es gibt einige gut getimte Schockmomente zu sehen ‚Äď leider ist auf der anderen Seite die Handlung auch partiell vorhersehbar. Das macht allerdings nicht so viel aus, da die ans sich nicht gerade originelle Variante des Haunting House menschlich und skurril wie selten gesehen erz√§hlt wird. Das zeigt sich auch im Anfang der Geschichte, die trotz der geschickt in schwarz/weiss eingefangener √ľbernat√ľrlicher Einleitung mit mehr als allt√§glichen Sorgen und N√∂ten beginnt. Jeder Charakter hat seine ganz eigenen Macken: die Hauptfigur verschweigt beispielsweise einer Verk√§uferin Frau und Kind und dann gegen√ľber der Ehefrau behauptet er, bei einem m√§nnlichen Verk√§ufer gekauft zu haben. Durch diese Zerrissenheit wird zum einen die Figur an sich glaubhafter, zum anderen ist sie wichtiger Bestandteil beim folgenden Psychospiel. An dieser Stelle zahlt sich auch die gute Auswahl der Darsteller aus, die den Figuren ansprechende Plastizit√§t verleihen und so im Laufe der Geschichte das Mitfiebern erleichtern. Das ist auch notwendig, denn nach einigen Schocks geht es ans Eingemachte ‚Äď die Gradwanderung zwischen √úbersinnlichen Begebenheiten oder Wahnsinn der Hauptfigur beginnt. Die Aufl√∂sung ist angenehm anders und vor allem das Finale kommt ohne an den Haaren herbeigezogene Wendungen aus ‚Äď solide Handarbeit eben. Wie auch schon bei seinen bisherigen Filmen verl√§sst sich Iglesia dabei auf Jorge Guerricaechevarr√≠a als Drehbuchautor ‚Äď abermals zu Recht, wie der Storyverlauf zeigt. Optisch wird auch einiges geboten: an mancher Stelle werden Kindheitserinnerungen erstaunlich bildhaft umgesetzt und Anspielungen auf Filme wie Stanley Kubricks Shining begl√ľcken den Genrefreund. Was hierzulande √ľberraschen d√ľrfte, ist eine recht blutige Szene, die so im hiesigen Fernsehen sicherlich nicht sonderlich gut angekommen w√§re. Insgesamt darf sich der Zuschauer also auf eine Auftragsarbeit von √Ālex de la Iglesia freuen, die gute Unterhaltung mit einigen Schockminuten bietet.

Ausstattung:
Das anamorphe Bild macht f√ľr eine TV Produktion einen sehr guten Eindruck, und sowohl Sch√§rfe als auch Kontrast liefern gute Werte. Die vorherrschenden erdigen Farben werden gut transportiert und die Kompression bleibt angenehm im Hintergrund. Lediglich leichtes, st√§ndig vorhandenes, Rauschen st√∂rt den Gesamteindruck mit einem partiell auftretenden Schleier.
Beim Ton sieht es ebenfalls gut aus ‚Äď zur Auswahl stehen jeweils eine Dolby Digital 5.1 Spur in deutsch und spanisch wie eine zus√§tzliche deutsche DTS Variante. Das spanische Original ist lediglich bei den Dialogen √ľberlegen, welche in der deutschen Synchronisation an wenigen Stellen etwas blechern wirken. Direktionale Effekte gibt es f√ľr einen Fernsehfilm erstaunlich viele und intensive ‚Äď diese werden in allen Spuren gut auf die Boxen verteilt, wobei DTS beim Subwoofer klar die Nase vorn hat.
Neben Trailern zu den sechs Teilen der The Horror Anthology ist leider keinerlei Zusatzmaterial enthalten. Diese Trailer sind in originaler Sprache mit englischen Untertiteln auf die DVD gebannt. Es ist sicherlich nicht leicht, f√ľr TV Filme wirkliches Zusatzmaterial aufzutreiben, aber etwas mehr M√ľhe k√∂nnte man sich an dieser Stelle schon geben.

Fazit:
Sehr lohnenswerter Start der spanischen TV Horror Reihe ‚Äď die DVD kann sich sehen lassen !!!

© Heiko Henning
9.1.2007


Infos beim Vertrieb/Verlag:
http://www.e-m-s.de/dvd.php?name=116041 (externer Link!)

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Letzte Aktualisierung: 03.07.2017, 12:13 Uhr
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