Kentaro Yasui/Tsukasa Kotobuki
Götterdämmerung #1

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Panini Verlags GmbH Planet Manga
Softcover 15.1.2004 (Japan 2001)
Chefredakteur: Tony Verdini
Übersetzung: Dorothea Überall, Alexandra Betz
Lettering: Lara Iacucci
Text: Kentaro Yasui
Bleistift: Tsukasa Kotobuki
Tusche: Tsukasa Kotobuki
ISBN: 3-89921-753-5
Originaltitel: Ragnarok volume 1
198 Seiten 695


Inhalt:
Vor unbestimmten Zeiten lebten die Menschen in Furcht vor den „Dark Ones“, grausamen Wesen, die in der Dunkelheit leben, jedoch langsam daraus hervortreten. Zum Schutz der Hilflosen erklären sich einige Menschen bereit, ihr leben zu riskieren – die Söldner teilen sich, anhand ihrer Fähigkeiten, in mehrere Ränge auf. Einer mit dem höchsten der Ränge ist Leroy the Lightningbolt, wegen seiner schwarzen Haare, Augen und Lederjacke auch Black Lightning genannt, doch er ist nicht einer der üblichen Söldner. Nicht zuletzt sein außergewöhnliches Breitschwert, Ragnarok, hebt ihn von der Masse ab, denn dieses ist nicht unwesentlich an seinem Erfolg und seiner scheinbaren Unverwundbarkeit beteiligt. Davon abgesehen bedenkt es ihn allerdings ständig mit altklugen Ratschlägen und teilweise auch Spott, je nach Laune. Doch der Erfolg und die Immunität und Kampfkunst erregen das Interesse von Neidern, und so muss sich der Krieger vor Leuten aus der eigenen Rasse in Acht nehmen…

Meinung:
Was dem geneigten Leser als erstes auffallen dürfte, ist die Tatsache, dass keinesfalls der Hauptakteur oder ein wie auch immer gearteter Geschichtenerzähler das Geschehen schildert. Die für die recht wortkarg gestaltete Geschichte notwendigen Informationen stammen von der vorwitzigen Waffe des Helden. Dass dabei der Besitzer nicht immer im besten Licht dargestellt wird, macht nicht nur ihn, sondern auch den Manga an sich umso liebenswürdiger. Ansonsten wird das Geschehen von Action, akrobatischen Schwerteinlagen und ein wenig nackter Haut vorangetrieben. Das macht die Story für den hiesigen Leser noch schwieriger, als es in der Vorlage, der Romanserie Ragnarok von Kentâro Yasui, der Fall ist. Zum Teil liegt dies sicherlich auch an der Tatsache, dass einige Begebenheiten gekürzt oder schlicht entfernt wurden. Zeichnerisch gibt es ebenfalls eher knappe Kost, da wenig Hintergründe und Feinheiten geboten werden – diese wären bei der rasanten Geschichte nicht nur unnötig, sie würden auch unnötig von dem eigentlichen Eyecatcher, den blutigen Fights, ablenken.

Ausstattung:
Entgegen der bisherigen englischen Veröffentlichung entbehrt diese Version von Planet Manga nicht nur ein paar Informationen, die in der Übersetzung verloren gegangen sind, sondern auch ausstattungstechnische Details. Ansonsten gibt es eine saubere Umsetzung, wenn auch alles Seiten lediglich in schwarz/weiß gedruckt wurden. Aufgrund dessen wirkt der Preis des Bandes zu hoch, gerade wenn man den Vergleich zu anderen Verlagen und Serien macht.

Fazit:
Rasante Schwertkämpfe und sympathische Figuren – in der Umsetzung nicht ganz optimal !!!

© Heiko Henning
13.1.2005


Infos beim Vertrieb/Verlag:
http://www.paninicomics.de (externer Link!)

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Letzte Aktualisierung: 12.03.2017, 22:33 Uhr
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