Mike Mignola/John Byrne
Hellboy #1 – Saat der Zerstörung

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Amigo Grafik Cross Cult
Hardcover DIN A5 2002 (USA 1994/2001)
Redaktion, Übersetzung: Michael Groenewald, Gunther Nickel
Lettering: Rowan Rüster, Dirk Lenz, Andreas Mergenthaler
Layout: Amigo Grafik
Idee: Michael Mignola
Text: John Byrne
Bleistift, Tusche: Michael Mignola
Originaltitel: Mike Mignola’s Hellboy: Seed of Destruction
152 Seiten 1550


Inhalt:
Im Dezember 1944 findet sich eine Gruppe von paranormal begabten Forschern im Auftrag der amerikanischen Regierung zur Überprüfung von einem bevorstehenden Ereignis. Kurz bevor es – laut dem sensibelsten Mitglied – eintritt, stellt sich heraus, daß es an einem zweiten Ort, weit im Norden, ein weiteres Zentrum der Macht gibt. An ihm hat der „Meister“ Rasputin einige Nazischergen mit einer Maschine postiert, um ein Ritual durchzuführen. Nach dessen Ausführung taucht zwischen den Amerikanern auf einmal ein kleines rotes Wesen mit einer riesigen steinernen Hand auf. Fünfunddreißig Jahre später findet sich der mittlerweile erwachsene Hellboy, so der Name des roten jungen Wesens, Professor Bruttenholm in einer sehr schlechten Verfassung. Der Mann, der jahrelang für ihn wie ein Vater war, stirbt nach der Ankunft einiger Frösche auf seltsame Art und Weise, und alles scheint mit der unklaren Herkunft von Hellboy zusammenzuhängen...

Meinung:
Mit Saat der Zerstörung liefert Mike Mignola einen Teil der Vergangenheit von Hellboy, die mehr als mysteriös ist. Daran werden sich einige Fans der etwas anderen, an gotische Schauergeschichten angelehnten, Comicserie zu ergötzen wissen. Natürlich ist auch diese Erzählung, neben den üblichen Nazis als Gegner, prall gefüllt mit dem typischen trockenen Humor, den Hellboy an den Tag zu legen pflegt.

Ausstattung:
Gepriesen sei Amigo Grafik für die Veröffentlichung dieses außerordentlichen Werkes von Michael Mignola in einer solch ansprechenden Form! Das Hardcover macht mit dem strukturierten Einband einen sehr edlen Eindruck, was alleine schon den Preis rechtfertigt – von der hohen Seitenzahl auf dickem („handfestem“) Papier mal ganz zu schweigen. Das DIN A5 Format wirkt zwar zunächst etwas zu klein, im Gegensatz zu den bei EEE (mittlerweile Extrem Enterprises) erschienen Heften im US Comic Format, doch es stellt sich trotz kleiner Panels sehr schnell das Lesevergnügen ein. Das auf Farbe verzichtet wurde, wird sicherlich nur wenige stören, denn dadurch entwickeln die mystischen Zeichnungen von Mike Mignola eine geradezu berauschende Atmosphäre. Auch beim Lettering wurde sich sehr viel Mühe gegeben, was sich mit einer erstklassigen deutschen Version des Comics ausgezahlt hat. Leider mußten, um der hiesigen Zensur vorzubeugen, die Abbildungen mit Hakenkreuzen verändert werden, was aber nicht wirklich tragisch erscheint. Neben der eigentlichen Geschichte ist ein Vorwort von Robert Bloch, ein interessanter Text zu der Herkunft von Hellboy und eine Galery mit Zeichnungen von diversen Künstlern enthalten.

Fazit:
Gotischer Horror in äußerst passender Aufmachung !!!

© Heiko Henning
4.7.2002


Infos beim Vertrieb/Verlag:
http://www.cross-cult.de/ (externer Link!)

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Letzte Aktualisierung: 23.04.2017, 13:14 Uhr
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