Jack Slaughter: Tochter des Lichts #04
Virus in Jacksonville

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Universal Music Family Entertainment, Folgenreich
http://www.jack-slaughter.de/
Sprecher: Till Hagen (Erzähler), Marianne Groß (Ms. Albright), Simon Jäger (Jack Slaughter), David Nathan (Tony Bishop), Arianne Borbach (Dr. Kim Novak), Udo Schenk (Mr. Strangler), Klaus Dieter Klebsch (Professor Doom), Delphin Mitzi (Flopper), Fang Yu (Mr. Ming), Andy Matern (Bob), Rainer Fritzsche (Basil Creeper), Gisela Fritsch (Grandma Abigail)
Produktionsfirma: LPL Records
Produktion: Lars Peter Lueg
Regie: Lars Peter Lueg
Buch: Lars Peter Lueg
Musik: Andy Matern
Gestaltung: Alexander Lug, torius
ISBN: 978-3-8291-2190-3
CD 20.2.2009
63:38 Minuten 14 Tracks


Inhalt:
Noch bevor er richtig in den Tag starten kann wird Jack Slaughter sowohl von seiner Nachbarin Ms. Albright, die ihn an seinen Treppenhausdienst erinnert, als auch einem Brief vom Finanzamt begrüßt. Um das zu verkraften gibt es erst mal ein Frühstück mit Freund Tony Bishop, und auch Kim Novak findet sich ein – und bietet ihm eine Möglichkeit, um zumindest einen Aufschub für die Steuerprüfung zu bekommen. Gesagt, getan: Jack setzt sich einem 24 Stunden Grippevirus aus, doch als er dem Finanzbeamten Mr. Strangler gegenüber sitzt, ist Jack kerngesund – ganz im Gegensatz zu Strangler, der innerhalb kürzester Zeit an einer Grippe stirbt. Auch der Dämon Dr. Doom hat Post vom Finanzamt, was ihn dazu bringt, den verantwortlichen Beamten zu verfluchen – dummerweise ist dieser ja schon tot und deshalb sorgt der Antischlafzauber für ein unvorhergesehenes Resultat. Strangler wandelt fortan als Untoter auf Erden, nicht ohne sich Verstärkung aus Finanzbeamtengräbern zu holen, und Jagd auf Jack Slaughter zu machen…

Meinung:
Da fragt man sich am Anfang der Folge noch, wohin das Ganze eigentlich führen soll, angesichts der beschaulichen Einführung voller Alltäglichkeiten. Neben dem allerorts verhassten Treppenhausdienst ist es vor allem die gefürchtete Steuer, die reichlich thematisiert wird. Hinzu kommen noch Relikte aus den achtziger Jahren, die in beachtlicher Anzahl in das Geschehen gestreut werden. Das schafft zwar reichlich Identifikationsgrundlage und Sympathie bei der Zielgruppe, doch irgendwie wirkt es doch etwas zu profan für ein Horror Hörspiel, auch wenn der Schwerpunkt auf Comedy liegt. Aber nach dem ersten Drittel geht es los; es folgt nicht nur der Angriff eines Zombies, nein, es darf eine ganze Horde sein. Das hebt die Folge auch angenehm vom bisherigen klassischen Muster der letzten Folgen ab, denn die bisherigen Mithauptfiguren wie Oberbösewicht Dr. Doom und Grandma Abigail treten in den Hintergrund. Statt des einfach nur vorhandenen Monsters der Folge, welches es zu besiegen gilt, wird dieses selbst erzeugt und bekommt einen entsprechenden Hintergrund. Udo Schenk (John Sinclair, unter anderem Synchronsprecher für: Ralph Fiennes, Gary Oldman, Steve Buscemi) nimmt dabei zwar die Rolle nicht bierernst, liefert jedoch die Spieldauer über einen sehr guten Bösewicht ab. Sobald er als Zombie aus dem Vollen schöpfen kann, steigt auch der Unterhaltungsgrad der Folge. Mit einigen kleinen Anspielungen wie auf George A. Romeros Filmklassiker Dawn of the dead rundet sich das Gesamtbild schlussendlich positiv ab. Die Atmosphäre passt von der Geräuschkulisse wieder einmal sehr gut – die Musik bleibt aufgrund von eher schlichteren Tönen etwas im Hintergrund. Was den Hörer der bisherigen Folgen sicher etwas stören wird, sind die häufig vorkommenden Erklärungen zu den Geschehnissen der ersten Episoden und dem daraus resultierenden Grundgerüst – zumal es recht unnötig erscheint, da kaum einer einfach eine Folge „mittendrinn“ kaufen wird.

Ausstattung:
Das Covermotiv ist im Popart Stil der ersten Folgen gehalten, kann jedoch nicht überzeugen. Es wird zwar der Inhalt und insbesondere eine Szene der Geschichte gut wiedergegeben, doch um das Interesse zu wecken ist alles zu grob und unkenntlich gehalten. Die markanten 13 Tracks wurden übrigens auf 14 aufgebohrt – ob nun mit Absicht oder ob dies in den ersten drei Folgen nur Zufall war, sei dahingestellt.

Fazit:
Nach einem rein klamaukigen Realsatire Start geht es glücklicherweise direkt weiter ins versprochene Horror Hörspiel !!!

© Heiko Henning
8.6.2010


Infos beim Vertrieb/Verlag:
http://www.jack-slaughter.de/ (externer Link!)

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Letzte Aktualisierung: 03.07.2017, 12:13 Uhr
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