Gabriel Burns
23: Bereit

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Universal
http://www.gabriel-burns.de
Sprecher: Jürgen Kluckert (Erzähler), Hans Paetsch (Introerzähler), Valentin Platareanu (Auserwählter), Lothar Hinze (Lugoj), Hans Teuscher (Norman Osgood), Ernst Meincke (Bakerman), Max Oscar Schälte (Daniel), Joachim Kaps (Schaffner), Inken Sommer (Laura Osgood), Bernd Vollbrecht (Steven Burns), Robert Wegner (Mr. Burns), Irmelin Krause (Mrs. Burns), Julia Meynen (Anny), Martin Schmitz (Lewis), Suzanne Vogdt (Carolyn), Wolfgang Kühne (Der Flüsterer), Boris Aljinovic (Doktor Karasyk), Simon Jäger (Luther Niles), Regine Albrecht (Yellow Ma), Barbara Ratthey (Dr. Philips)
Produktionsfirma: Decision Products, Starbugs/Universal Music Strategic Marketing
Produktion: Volker Sassenberg
Regie: Volker Sassenberg
Drehbuch: Andreas Gloge, Decision Products
Musik: Matthias GĂĽnthert, Volker Sassenberg
Tontechnik und Schnitt: Erik Anker
CD: 0602517179318
CD 7.4.2007
Booklet 6 Seiten
57:15 Minuten 10 Tracks


Inhalt:
„Ich war tot, und siehe ich bin lebendig – von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“ lässt eine geheimnisvolle Stimme vernehmen, um kurz darauf nach Gabriel zu verlangen, damit dieser das erfüllt, wozu er geschaffen wurde… Willkommen in Edinburgh: bei einem Kartenspiel kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen Bakerman und seinem Gegenüber Norman Osgood, bei welcher sich Bakerman gerade noch seiner Haut erwehren kann – damals versprach er sich, nie wieder in diese Stadt zurückzukehren, woran er sich bis heute gehalten hatte. Auf dem Weg zu den Adoptiveltern von Steven Burns, sorgt plötzlich Laura Osgood für eine Notbremsung des Zuges, um Bakerman für ihren toten Vater zu opfern und ihren Verbündeten, den grauen Engeln, Gabriel auszuliefern. Währenddessen ist Steven bereits in seinem Elternhaus mitten im Moor – die Stimmung ist etwas unterkühlt, weil das Verschwinden seines Stiefbruders Daniel immer noch allgegenwärtig ist, selbst nach all den Jahren. Die kleine Anny, über welche Mrs. Burns wacht, hat – wie auch damals Daniel – panische Angst vor der Dunkelheit, und wie sich zeigt zu Recht, denn sie verwindet im Beisein von Steven. Nun gilt es, das kleine unschuldige Mädchen zu finden, doch wie nicht anders zu erwarten steckt hinter dem Verschwinden wesentlich mehr, als es zunächst den Anschein hat…

Meinung:
Was in den ersten Minuten so anmutet wie eine wahre Kanonade mit neuen Handlungssträngen und vor allem neuen Rätseln stellt sich ganz am Ende als eine Offenbarung heraus. Zunächst gibt es einen weiteren „Schwank“ aus der üppigen Vergangenheit von Bakerman, der in die Gegenwart eingreift und für einige Verwicklungen sorgt. Nach diesem ersten kurzen Part kommt jedoch Steven Burns in den Fokus und neben nur wenigen Fakten um seine Familie und seinen Stiefbruder Daniel kommt ein wahrer Hammer, was seine eigene Identität als Gabriel angeht! Damit werden einige Fragen geklärt, die im Laufe der Handlung rund um seine Figur aufgetreten sind und anhand dieser Fakten erscheint alles in einem völlig anderen Licht. Gabriel wird endlich fest positioniert – auf der anderen Seite wird allerdings auch noch etwas Spielraum für Interpretation gelassen. Da diese Tatsache sprichwörtlich im letzten Satz verpackt ist, fällt es beim ersten Hören fast wie nebenbei auf – die wahre Tragweite folgt in einem umwerfenden „WOW“ Moment. Das schließt die Folge mit einem absoluten Cliffhanger, und der Zuhörer kann sich äußerst glücklich schätzen, dass die nächste Folge zeitgleich zu dieser erschienen ist. Die musikalische Untermalung gehört wieder einmal zu dem Besten, was es auf dem Markt des Hörspiels je gegeben hat. Zwar eignet sich die Serie bedingt durch die bekannt heftig einsetzenden Elemente zum Anfang und Ende nur bedingt zum Einschlafen (natürlich auch wegen der teils sehr aufreibenden Handlung). Doch es werden wieder einmal berauschende Akzente gesetzt, wenn es darum geht, musikalisch die Umgebung und das Geschehen zu visualisieren. Seitens der Sprecher gibt es einige alte Bekannte zu hören – allerdings in manchen Fällen aus der Konserve, weil ihre Rollen in einem geistigen Rückblick von Steven Burns aneinandergereiht werden. Das ist jedoch mehr als in Ordnung, da es sich hier nicht um ein Strecken mit altem Material, sondern um eine wichtige Retrospektive der Geschehnisse handelt, bei denen die Figur nachgezeichnet wird. Zudem ist es sehr schön, mal wieder die „alten“ Figuren zu hören, auch wenn es nur für einen jeweils kurzen Augenblick ist. „Live“ leisten Jürgen Kluckert (Synchronstimme von Chuck Norris, Morgan Freeman), Ernst Meincke (Synchronstimme von Patrick Stewart) und Bernd Vollbrecht (Synchronstimme von Antonio Banderas) wieder einmal beeindruckendes. Vor allem Bakerman und Burns durchleben äußerst plastisch die dramatischen Geschehnisse um sie herum.

Ausstattung:
Nachdem das Release Datum der beiden neuen Episoden vom 30.3.2007 auf den 7.4.2007 verschoben werden musste, bringt nun die erste bereits einen absoluten Knaller. Dieser macht dann auch wieder mal klar, wieso sich Universal Family Entertainment mit Gabriel Burns beim Hörspiel Award 2006 in den Kategorien Publikums-Preis, Kritiker-Preis und Competition Award behaupten konnten. Die Serie bekam im vierten Jahr in Folge beim Publikums-Preis Gold für „Beste Serie“ – außerdem Gold für „Bester Sprecher“ (Bernd Vollbrecht als Steven Burns), „Beste Sprecherin“ (Bianca Krahl als Joyce Kramer), „Beste Nebenrolle“ (Ernst Meincke als Mr. Bakerman), „Beste Regie“ (Volker Sassenberg), „Bester Hörspiel Musiker“ (Matthias Günthert), „Beste Fan Hörspielseite“ (http://www.experiment-stille.de), „Beste offizielle Homepage“ (http://www.gabriel-burns.de), „Bestes Hörspiellabel“ (Universal Family Entertainment). Silber gab es für „Bester Erzähler“ (Jürgen Kluckert) haarscharf verloren gegen Achim Höppner (Erzähler in El Diablo und Perry Rhodan). Auch beim Kritiker-Preis gab es Gold für „Beste Nebenrolle (Ernst Meincke als Mr. Bakerman) und Silber für „Beste Sprecherin“ (Bianca Krahl als Joyce Kramer), Beste Nebenrolle (Volker Sasenberg als Aaron Cutter), „Bester Hörspiel Musiker“ (Matthias Günthert) und „Beste offizielle Homepage“ (http://www.gabriel-burns.de). Auch beim Competition Award gab es Preise: diesmal verdientes Gold für „Bester Erzähler“ (Jürgen Kluckert) und „Bestes Hörspiellabel“ (Universal Family Entertainment) sowie Silber für „Bester Sprecher“ (Bernd Vollbrecht als Steven Burns), „Beste Sprecherin“ (Bianca Krahl als Joyce Kramer), „Bester Hörspiel Musiker“ (Matthias Günthert). Nicht umsonst, denn die äußerst professionelle Herangehensweise, die bei Hörspielen auch heutzutage noch nicht selbstverständlich ist, erreich immer wieder neue Höhepunkte. Auch optisch wurde wieder eine saubere Gestaltung abgelegt, was den positiven Eindruck abrundet. Das Cover entspricht dem bisherigen Artwork, hinterlässt mit scheinbar undefinierbaren Formen im Hintergrund allerdings diesmal einen verstörenden Eindruck.

Fazit:
Prädikat: Eine Folge mit tiefgreifenden Informationen – ein Muss für alle Fans und Hörspiel Freunde !!!

© Heiko Henning
8.5.2007


Infos beim Vertrieb/Verlag:
http://www.gabriel-burns.de (externer Link!)

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Letzte Aktualisierung: 02.10.2017, 23:48 Uhr
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