08.04.2010, 00:04

Almost the Truth !!!

Also zumeist die Wahrheit – und das ist wörtlich zu nehmen – nur eben nicht allzu sehr, denn wir sind hier bei Monty Python!
Aber nun zu etwas komplett anderem.
Es beginnt mit:
Episode I: The not-so-interesting Beginnings
Diese machen ihrem Namen keinesfalls Ehre, denn sie sind sehr interessant und fassen sehr gut zusammen, wo und warum alles seinen Anfang fand. Wie die Gruppe zusammenfand und welche Vorbilder sie hatten wird in Rückblenden und Ausschnitten aus deren Programmen authentisch rübergebracht. Für den „nur Monty Python Filme“ Zuschauer vielleicht etwas zu viel Hintergrund – alle anderen werden sich jedoch ein Loch in den Bauch freuen.
Episode II: The much funnier Episode, Parrot Sketch, Flying Circus included
Stellt das Herzstück der anarchistischen Truppe dar – Flying Circus und teilweise auch ein paar der Filme werden angesprochen. Angenehm dabei ist, dass nicht die Episoden oder Staffeln heruntergebetet werden, sondern Sahnestücke hervorgezogen werden. Entsprechend den Machern geht es dabei natürlich auch chaotisch zu, wodurch der dokumentarische Charakter etwas flöten geht.
Episode III: And now, the sordid personal bits
Ist für den reinen Zuschauer sicherlich ein harter Schlag ins Gesicht, denn hier geht es wirklich um die schmutzigen persönlichen Dispute innerhalb der Gruppe. Da geht es wirklich ans Eingemachte und der von Hollywood eingelullte Zuschauer bekommt eine emotionale Ohrfeige nach der anderen. Mit so viel Ehrlichkeit, und der Tatsache, dass bei einer so humorvollen Bande keine tiefverwurzelte Freundschaft bestanden hat, wird der Rezipient dann schlussendlich recht melancholisch sich selbst überlassen.
Nach fast drei Stunden hat man die gesamte nacherzählte Geschichte zusammen mit einigen Kommentatoren durchlebt. Neben den noch lebenden ehemaligen Mitgliedern John Cleese, Terry Gilliam, Eric Idle, Terry Jones und Michael Palin geben auch noch andere Persönlichkeiten ihre Gedanken zur Kulttruppe zum Besten. Der skurrilste ist sicherlich Iron Maiden Sänger Bruce Dickinson – seine Affinität zur humoristischen Schiene scheint auf den ersten Blick nicht offensichtlich. Anders bei Dan Aykroyd, Seth Green, Steve Coogan, Simon Pegg und Tim Roth, die sich vor den Schauspieler Kollegen verneigen und ihre Lieblingsszenen aufzählen. 40 Jahre nach dem Start der Flying Circus Serie bekommt so die Bande eine gehörige Ehrung.
Die DVD wurde mit einem ansprechenden und vor allem adäquaten Menü versehen – sehr schön auch das extra komponierte humorvolle Lied im passenden Stil.

Quelle und Link:
http://pythonline.com/ (externer Link!)




Letzte Aktualisierung: 23.04.2017, 13:14 Uhr
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