15.07.2009, 08:14

„BREAK“ –
Englischsprachige Independent-Produktion aus Deutschland

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Jugendliche sind grenzenlos dumm und nur begrenzt lernfähig. Spätestens nach der Pisa-Studie hätten wir es wissen müssen. Anders kann man sich folgende Nummer jedenfalls nicht erklären.
Wir haben doch wirklich alles getan, um sie zu warnen. Wir haben ihnen „Rotkäppchen“ vorgelesen, die Geschichte von „Hänsel und Gretel“ erzählt und ihnen Filme wie „Blair Witch Projekt“ und „Wrong Turn“ gezeigt. Der Lerneffekt scheint ausgeblieben zu sein. Immer wieder gibt es Teenager, die es wirklich für klug und ratsam halten, sich in einsamen und abgelegenen Wäldern herumzutreiben. Man weiß doch, was dann kommt.
Das Schicksal von Sarah Carter (gespielt von Lili Schackert) und ihren Freundinnen macht da jedenfalls keine Ausnahme. Kaum im Wald angekommen, treffen die vier Freundinnen auf zwei sadistische Rednecks (gespielt von Ralph Willmann und Sebastian Badenberg). Die Jagd beginnt. Ein brutal hohes Tempo lässt den Mädchen keine Zeit, um Atem zu holen. Es wird nach Herzenslust gemordet, gefoltert und gestorben. Spaten im Kopf, Pfeil in der Brust, Messer im Rücken. Literweise Blut und schreiende Mädchen – Sie wissen schon, das Übliche.
Ein klasssicher Backwood-Slasher. Oder? Irgendwas ist anders. Man kann es spüren, aber nicht richtig greifen. Zwischen der kompromisslosen Handlung, den aufwändigen Special-Effekten und dem hohen Gore-Faktor schleicht sich ein mulmiges Gefühl in den Kopf und setzt sich dort fest. Habe ich ein entscheidendes Detail übersehen? Den „Break“ verpasst? Das Kopfkino wird zum Panic Room, das Böse möchte mit aller Macht herein, ängstlich stellt man fest, dass die Sicherheits-Tür einen kleinen Spalt offen steht. Doch da ist es längst zu spät. „Break“ hat einen frontal und mit voller Wucht erwischt.

Quelle und Link:
http://www.break-themovie.com/ (externer Link!)




Letzte Aktualisierung: 23.04.2017, 13:14 Uhr
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